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Kirche Deutschenbora
Das Dorf Deutschenbora wird im Jahre 1334 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Es ist zu vermuten, dass Deutschenbora von Anfang an ein eigenes Kirchgebäude hatte. Eine erste urkundliche Erwähnung eines Pfarrers aus "Deu-czin-böre" liegt aber erst aus dem Jahre 1428 vor. 1698 wurde die Kirche von Grund auf erneuert und auf den spätmittelalterlichen Fundamenten der 33 m hohe Kirchturm erbaut. Von 1700 bis 1708 wurde ein neues Kirchenschiff errichtet, welches um 1739 nach Osten erweitert wurde.

In der Kirche findet sich ein Geschlechterzug der Mergenthaler, der Familie, aus der Katharina von Bora, die Frau Luthers stammt. Die erste Tafel des Geschlechterzuges (1556) zeigt die Großmutter der Katharina von Bora, 1667-1700 kamen noch zwei weitere Tafeln dazu.

Das Geläut ist vollständig erhalten. Die älteste Glocke wurde 1561 in Freiberg gegossen. Seit 2003 hängt das Geläut wieder in einem neu angefertigten Holz-Glockenstuhl.

Der Taufstein im Renaissancestil wurde 1562 angefertigt.
 
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1914 erhielt die Kirche eine neue Orgel, erbaut durch die Firma Eule, Bautzen. Sie wurde hinter den alten Orgelprospekt von 1740 eingebaut. Der Orgelprospekt wurde vom Meißner Orgelbauer Hähnel geschaffen.

Inzwischen hat es umfangreiche Maßnahmen zur Sanierung und Erhaltung der Kirche gegeben. Zunächst wurde 1998 der Dachstuhl saniert. In zwei Schritten wurde 2003 zunächst die Fassade des Kirchenschiffes saniert, im Jahre 2006 konnte der Turm in neuem Glanz erstrahlen.

Die Kirche lädt nicht nur zu Gottesdiensten und Konzerten ein, sondern auch zu Entdeckungen, z.B. auf den Spuren der Katharina von Bora.
 
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Im Herbst 2011 begann die durch die Integrierte Ländliche Entwicklung geförderte Maßnahme der Außensanierung der Kirche Deutschenbora. Dabei wurde das Dach des Kirchenschiffes neu gedeckt, am Dachstuhl wurden notwendige Reparaturen durchgeführt, in die Dachhaut wurden auf der Südseite (wie bereits vorher vorhanden) Gauben eingefügt, auf der Nordseite wurden die Gauben neu in die Dachhaut eingebunden. Die Kirche Deutschenbora ist Wochenstube für das Große Mausohr (Fledermaus). Bei der Ausführung und Umsetzung der Maßnahme waren entsprechende Auflagen einzuhalten. Weiterhin wurden Dachklempnerarbeiten, Veränderungen an der Trockenlegung und Putz- und Malerarbeiten an der Fassade durchgeführt und die Blitzschutzanlage erneuert.

  

LEADER-VORHABEN (LEADER-Gebiete - vom SMUL für besondere Förderung ausgewählte Regionen www.eler.sachsen.de)
Umsetzung der Integrierten Ländlichen Entwicklung im Freistaat Sachsen
Gefördert aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER)

In den Jahren 2013 und 2014 wurde die Inneneinrichtung der Kirche Deutschenbora restauriert. Finanziert wurden die Arbeiten durch Fördermittel der Denkmalpflege vom Landkreis, Fördermittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Zuschüsse der Landeskirche und Eigenmittel (Spenden) der Kirchgemeinde.

Diese Maßnahme beinhaltete die Restaurierung des Geschlechterzuges der Mergenthaler. Das dreiteilige Gemälde wurde in aufwendiger Arbeit komplett vom alten eingedunkelten Firnis befreit und restauriert. Vom Taufstein konnte die graue Ölfarbe entfernt und die darunter liegende Farbfassung aus der Renaissance-Zeit wieder freigelegt werden. Die Vortragekreuze, das Gemälde der Kreuzigung und das Porträt-Gemälde des August Philipp von Mergenthal wurden ebenso restauriert wie die Inneneinrichtung (Kirchenbänke, Emporenbrüstungen, Kanzelaltar, Loge).

Die Orgel wurde generalüberholt und Umbauten am Instrument aus den vergangenen Jahrzehnten rückgängig gemacht. Der Orgelprospekt wurde von einem grauen Farbüberzug befreit. Damit erstrahlt auch das Gehäuse wieder in frohen Farben.
 
 
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